Da es keine Autos, Busse oder Bahnen im historischen Zentrum gibt, ist man auf Fuß- oder Wasserwege angewiesen. Venedig kann gut per Fuß erkundet werden, es gibt allerdings viele Brücken mit Treppen und nur wenige große Brücken haben Rampen. Trotzdem kann man im Rollstuhl die allermeisten Sehenswürdigkeiten besichtigen, vorausgesetzt man benutzt die öffentlichen Boote.
Piazza S. Marco ist zum Beispiel von der Haltestelle "Vallaresso" erreichbar, Rialto von "Mercato", SS. Giovanni e Paolo von "Ospedale". Kurz vor und ein- zwei Monate nach dem Venedig- Marathon sind fast alle Brücken zwischen S. Marco und Giardini sowie entland der Zattere mit langen schrägen Rampen ausgestattet.
Für Segler existiert auch die Regatta Uguali nel Vento. Venice canoe organisiert auch Dragonboat- Exkursionen für Gruppen.
So romantisch und "langsam" Venedig für Touristen ist, so ärgerlich sind die Touristengruppen für die Venezianer. Daher versuche Dich als Gast an die üblichen Regeln zu halten: gehend rechts halten (wie im Auto...), in engen Gassen nicht nebeneinander gehen. "Permesso" ist die Bitte, durchgelassen zu werden: wahrschenlich blockierst Du jemandem den Weg.
Die Häuser in Venedig sind pro Stadtviertel durchnummeriert. Die Adresse "Cannaregio 2320" ist also das Haus Nummer 2320 im Viertel Cannaregio. Die Nummer bezieht sich also nicht auf die Straße! Daher ist zum besseren Finden meistens der Name der Straße mit angegeben. Da auch Venezianer sich manchmal fragen, wo eine bestimmte Hausnummer denn nun zu finden sei, gibts dafür einen Service im lokalen internet: www.ombra.net.
| Gültigkeit | Preis |
|---|---|
| 12 Stunden | 16 € |
| 24 Stunden | 18 € |
| 36 Stunden | 23 € |
| 48 Stunden | 28 € |
| 72 Stunden | 33 € |
Fahrpreise der
Travelcard
Auf dem Wasser fahren Wassertaxis und Vaporetti (Wasserbusse), eine Einzelfahrt kostet 6,50 €, es empfiehlt sich der Kauf einer Zeitkarte (Travelcard), die unbegrenzt viele Fahrten im Gültigkeitszeitraum erlaubt. Der Vaporetto fährt rund um die Uhr, nachts gibt es eine spezielle Nachtlinie, die allerdings nicht an allen Stationen hält. Linienpläne gibt es bei http://www.actv.it bzw. http://www.hellovenezia.com/images/muoversi.pdf .
Wenn man den Canal Grande genießen will, ist es ratsam, ein Boot der Linie 1 zu nehmen. Dieses bleibt bei fast jeder Haltestelle zwischen Piazzale Roma und Lido auf der Route dem Canal Grande entlang stehen und so hat man genügend Zeit, sich alle Paläste von außen genau anzusehen. Auch eine Fahrt am Abend im Dunklen kann lohnend sein, denn zu dieser Zeit sieht man in den Palästen die herrlichen Lüster aus Muranoglas und oft wunderschöne Zimmerdecken!
Früher waren die Stationen zwischen Piazzale Roma und Lido fortlaufend von 1 - 20 durchnummeriert. Die Fahrt beginnt beim Piazzale Roma); die nächste Station ist quasi auf der anderen Kanalseite, nämlich knapp vor der "Scalzi-Brücke" Ferrovia/Bahnhof , dann geht es ans andere Ufer mit San Biasio , ca. gegenüber der Kirche SS. Geremia e Lucia; und wieder geht es ans andere Ufer zu S. Marcuola - Palazzo Vendramin, Wintercasino, hier starb Richard Wagner. Auf der anderen Seite ist die nächste Station bei S. Stae , dann geht es wieder ans andere Ufer zur Cá d´Oro . Nun bleiben wir auf dieser Kanalseite mit Rialto; von hier ist man zu Fuß in ca. 10 Minuten am Markusplatz! Am Rialto sollte man am Vormittag den Fischmarkt nicht versäumen; auch gibt es hier Gemüse und Obst und andere Waren, wie Andenken, Pullover, Schirme u. ä. Wieder geht es ans andere Ufer mit S. Silvestro, dann hinüber zu S. Angelo; von hier aus kann man relativ rasch zum Gran Teatro La Fenice gelangen. Von hier setzt man wieder ans andere Ufer über und landet bei San Toma/Frari; hier sind es nur wenige Minuten zur Frarikirche und der Chiesa und Scuola San Rocco. Jetzt bleiben wir auf dieser Seite und erreichen die Cá Rezzonico; gegenüber ist die einzige Station auf dieser Strecke, die der 1er nicht anfährt, nämlich S. Samuele beim Palazzo Grassi. Wir bleiben weiter auf dieser Kanalseite und halten bei Accademia; es ist dies die Galerie der Schönen Künste, sehr empfehlenswert!! Und wieder wechseln wir die Seite und landen bei S. M. del Giglio; dies ist auch eine Station fürs Fenice. Am anderen Ufer befindet sich unser nächster Halt, nämlich S. M. della Salute. Nun bleiben wir in weiterer Folge nur am anderen "Ufer" mit San Marco von hier gelangen wir an Harrys Bar vorbei zum Markusplatz, wobei dieser über den sog. Napoleonischen Flügel, also von hinten, mit Blick auf die Fassade der Markusbasilika betreten wird. Besonders eindrucksvoll ist das, wenn man am Abend auf den beleuchteten Platz tritt, womöglich in einer Vollmondnacht. Fährt man mit dem Boot weiter, kommt man am Markusplatz mit seinen herrlichen Bauten und auch an der Seufzerbrücke vorbei und steigt erst bei S. Zaccharia aus, hier muss man allerdings zurückgehen, um zum Markusplatz zu gelangen. Weiter geht es über Arsenale, Giardini/Biennale , S. Elena/Fußballstadionzur Endstation Lido. Hier liegen die berühmten Hotels "Des Bains" (Thomas Mann: Tod in Venedig; Filmaufnahmen) und "Excelsior", auf dessen Terrasse es wunderbar zu sitzen ist. Im Sommer sollte der Badestrand besucht werden; das Baden ist hier zwar sehr teuer, aber der Luxus ist auch sehr groß!
Individuell auf dem Wasser ist man mit Wassertaxis und Gondeln unterwegs. Für 40 Minuten Gondel muss man 80€ (tags) oder 100 € (nachts) einkalkulieren. Der von den Motortaxis verursachte Wellengang hat leider dazu geführt, daß in vielen Kanälen Venedigs keine Gondeln mehr unterwegs sind, z.B. im Canale della Giudecca oder im bacino San Marco, und an den Fundamente vieler Paläste sind die Erosionsspuren unübersehbar. Dieser "moto ondoso" ist auch einer der Gründe warum man sich nicht mehr wie einst Thomas Mann zum Lido rudern lassen kann, sondern - sollte man denn in eine Gondelfahrt investieren- nur zwischen S. Marco und Rialto im Kreis gefahren wird. Billiger kommt man zu einer Gondelfahrt, wenn man ein Traghetto benutzt, d.h. eine Gondelfähre über den Canal Grande (ca. 1,10 €) bei S. Angelo, Rialto Fischmarkt- Ca D´Oro, S. Marcuola und San Marco Vallaresso- Punta della Dogana.


