Allgemeines
- Piazza und Piazetta San Marco: Als Piazza bezeichnet man den Platz zwischen Ala Napoleone (Napoleonischer Flügel, unter Napoleon I. erbaut), den alten und neuen (auf der Seite des Campanile gelegenen) Prokurazien und dem Markusdom. Die Piazetta ist der Platz zwischen Campanile/Markusdom, Dogenpalast, Biblioteca Marciana mit Zecca und Bacino (Becken zwischen San Marco und der Isola di San Giorgio); es gibt aber auch noch die Piazetta Leoncino zwischen Uhrturm, Dom und Patriarchenpalast. Achtung: Seit 1.2.2007 ist das Taubenfüttern verboten, und nach Übergangsphase in welcher bunte Proteste von "Tierschützern" geduldet wurden greift die Polizei jetzt auch hin und wieder durch. Strafe angeblich 500 €. Gleichermaßen verboten sind Picknicks auf den Stufen rund um S. Marco.
- Der Canal Grande beginnt bei der Piazzale Roma und windet sich dann S-förmig bis zur Punta della Dogana neben der "Salute-Kirche".
- Die Rialtobrücke ist die älteste von drei den Canal Grande überspannenden Brücken; die beiden anderen Brücken sind die Scalzi-Brücke in der Nähe des Bahnhofs und die Accademia-Brücke bei der Accademia. 2008 wurde die elegant- moderne "ponte di calatrava" eröffnet, die Piazzale Roma mit dem Bahnvorplatz verbindet.
- Il Ghetto ist das ursprüngliche Judenviertel, es beginnt am Canale di Cannaregio, mit alten Synagogen und einem Museum (samstags geschlossen).
Sakralbauten
- Markusdom (Basilica San Marco)
- Santa Maria della Salute
- San Giorgio Maggiore
- San Paolo
- Santa Maria Gloriosa dei Frari
- Santi Giovanni e Paolo
- Santo Stefano
- und zahlreiche weitere Kirchenbauwerke
Eintritt in die Markuskirche an sich ist frei, Zugang zur Galerie, Schatzkammer oder Pala d'Oro (1,50 €) muss extra bezahlt werden. Es wird nur eine begrenzte Anzahl Personen eingelassen, mit Wartezeiten ist zu rechnen. Vor dem Betreten der Kirche sind Taschen und größere Rucksäcke bei der kostenlosen Gepäckaufgabe gegenüber des Seiteneinganges abzugeben.
Sehr stimmungsvoll ist die Wochentags-Abendmesse vor der "Nicopea-Madonna" in der Markuskirche; Beginn ist um 18:45 Uhr. Sehr empfehlenswert ist es auch, wenn man genügend Zeit hat, z. B. das feierliche Hochamt am Samstag vor Pfingsten in der herrlichen Markusbasilika zu besuchen. Der Kardinalpatriarch, jetzt Angelo Scola, feiert mit den Gläubígen seiner Diözese mit dem Beginn um ca. 18:00 Uhr.
Die Kirche ist herrlich beleuchtet und wenn man sich günstig setzt, kann man während des Gottesdienstes, ohne im Gedränge des Tages durch den doch relativ dunklen Dom geschoben zu werden, die wundervollen, eindrucksvollen Fresken genau studieren und auf sich einwirken lassen. An diesem Abend ist auch die "Pala d´oro" "geöffnet" und Richtung Publikum gerichtet. Die Frarikirche und zahlreiche weitere sind in der Chorus-Organisation zusammengeschlossen. Für diese kann man ein Sammelticket erwerben (9€), das für alle teilnehmenden Kirchen gültig ist. Zum Vergleich: Einzeleintritt 3€, eine Liste aller Kirchen gibt es bei http://www.chorusvenezia.org/english/home_eng.htm.
Besonders sehenswert sind noch die "Frarikirche" (Santa Maria Gloriosa dei Frari) mit ihrem kunstvoll geschnitzen Chorgestühl. Hier findet sich ein Lettner, der die Kirche "teilt". Jedermann ist anzuraten, ganz nach hinten zu gehen und dann vom Hauptportal ganz langsam nach vorne und zwischen dem Chorgestühl, immer mit Blick auf das Hochaltarbild, zu gehen. Hier gibt es das Canova-Grabmal und etliche Dogengräber. Möglichst danach sollte man nach Santi Giovanni e Paolo, genannt "Zanipolo" gehen, denn hier ist eine riesige Kirche, bei der die enorme Größe gut herauskommt, da sie nicht durch einen Lettner "geteilt" ist. Hier finden sich viele Dogengrabmähler (Steno usw.); die Raumwirkung ist einmalig! Und das große Seitenfenster rechts vorne aus Muranoglas hat eine unwahrscheinliche Leuchtkraft! Santo Stefano ist eine herrliche Kirche mit einer sehr sehenswerten Kassettendecke.
Profanbauten
- Dogenpalast. Die "Scala Gigante" ist sehr beeindruckend. Ein Rundgang durch den Palast führt den Besucher durch die verschiedenen Ratszimmer (Rat der Zehn, Rat der Vierzig ....) und Räumlichkeiten des Dogen. Der Besuch der "Bleikammern" der "Seufzerbrücke" usw. lohnend. Hat man mehr Zeit, so ist der Rundgang durch die geheimen Räumlichkeiten (Segreti ....) sehr interessant; für Führungen dafür in deutscher Sprache ist eine Anmeldung empfehlenswert. Der Palast ist täglich geöffnet. Für 12 € ist die "Musei Civici Veneziani" Karte erhältlich mit der man neben dem Palazzo Ducale auch das Museo Correr, das Museo Archeologico und die Biblioteca Marciana besuchen kann. Das Ticket gilt auch für weitere Museen und ist drei Monate gültig. Im Inneren gibt es auch ein Café.
- Gran Teatro La Fenice. Das bedeutendste Opernhaus der Stadt wurde 1789–1792 im Stil des Barocks erbaut und brannte 1836 ab. Damals wurde es (ohne moderne Technik und Hilfsmittel) innerhalb nur eines Jahres nach den alten Plänen wiederaufgebaut. 1996 brach bei Bauarbeiten Feuer aus, und das Theater brannte erneut vollständig ab. Das nach dem mythischen, aus seiner Asche wiedererstehenden Vogel „Phoenix“ benannte Theater, wurde daraufhin - von vielen politischen und finanziellen Skandalen begleitet - bis Ende 2003 erneut originalgetreu wiedererrichtet („Fenice III“).
- Der Wiederaufbau ist recht gut gelungen, allerdings merkt man vor allem am Geruch, dass alles neu ist. edit
- zahlreiche weitere prächtige Case und Palazzi, vor allem am Canal Grande.
Museen
- Collezione Peggy Guggenheim, Palazzo Venier dei Leoni, ☎ +39-041-2405-411 ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , fax: +39-041-5206-885), [4]. Mi-Mo: 10-18 Uhr. Di und 25. Dez. geschlossen. Die Gründerin und Stifterin war Peggy Guggenheim, eine reiche Amerikanerin. Ausgestellt sind Werke der Moderne; im Garten befinden sich die Gräber ihrer Hunde und Katzen. Eintrittspreis: Erwachsene: €12, Senioren: €9, Kinder unter 18 Jahren oder Studenten: €5.
- Jüdisches Museum (Museo Comunità Ebraica), Cannaregio 2902/b (im Getto), ☎ +39 041 715 359 ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , fax: +39 041 72 3007), [5]. Juni 1 - September 30: 10 - 19 Uhr, Oktober 1 - Mai 31: 10 - 18. Das Museum ist am Sabbat geschlossen, an jüdischen Feiertagen, 25 Dezember , 1 Januar und 1 Mai. zum Museum: normaler: € 3.00, ermäßigt: € 2.00. Eintrittspreis zum Museum und zu den Synagogen: normaler: € 8.50, ermäßigt: € 7.00.
- Galeria d'Arte Moderna und Museo d'Arte Orientale (in Ca' Pesaro): Dieses Museum widmet sich der modernen Kunst, vor allem Malerei.
- Museo del Settecento Veneziano (in Ca' Rezzonico): Hier findet man Einrichtungsgegenstände und Bilder des "Settecento", u. a. eine alte Apotheke, Bilder von Pietro Longhi, der Szenen der Zeit festhält
- Galleria dell' Accademia: Im "Carita"-Teil sind im Regelfall Sonderausstellungen untergebracht; im restlichen Bau schöne alte Bildtafeln und Bilder aus den verschiedensten Jahrhunderten - die drei Bellini-Maler, Giorgione, Tizian, Tiepolo, Guardi, Pietro Longhi (L´Indovino, Lo Speziale usw), Rosalba Carriera usw., aber auch der berühmte S. Orsola-Zyklus von Carpaccio.
- Galleria Franchetti (in Ca' d'Oro): mit schönem Innenhof
- Museo Archeologico - Eintritt nur mit der "Musei Civici Veneziani" Karte
- Museo Civico Correr in der Ala Napoleone gelegen, u. a. Canova-Gipsabgüsse, Bilder im Zusammenhang mit dem Risorgimento, Sonderausstellungen - Eintritt nur mit der "Musei Civici Veneziani" Karte
- Querini Stampalia u. a. mit Genreszenen von P. Longhi
- Casa Goldoni: Goldoni Museum - Goldoni war Venezianer, "gelernter" Jurist, hat u. a. in Chioggia praktiziert (Viel Lärm in Chioggia), starb unverstanden in Frankreich.
- Museo d'Arte Vetrario (auf Murano)
und zahlreiche andere


